5 Kaffeetrinker-Typen die in jeder Kaffeeküche zu finden sind

5 Kaffeetrinker-Typen die in jeder Kaffeeküche zu finden sind

Die Kaffeeküche des Büros. Unendliche Weiten mit entsprechend viel Raum für Klatsch, Tratsch und Post-Its, die sowieso keiner liest. Wer hier das Geschehen aufmerksam beobachtet, kann viel über seinen Kollegen erfahren. Kaffeezubereitung und -Genuss ist Psychologie pur 😉

Von Kaffeejunkies und Quartals-Trinkern

Wenn Selbsterkenntnis der erste Schritt zur Besserung ist, folgt für mich nach diesem Artikel Schritt zwei (wie immer der auch aussehen mag), denn: Ich bin ein Kaffeejunkie! Auf ins Büro, Computer an, Kaffee zapfen, arbeiten, Kaffee zapfen, usw… Dass ich nicht in den Verdacht komme Genusstrinker zu sein liegt an unserer Büro-Kaffee-Lösung: Ein in die Jahre gekommener Kaffeevollautomat, der zwar stets bemüht ist, aber lange nicht mehr das Niveau alter Tage erreicht. Ich trinke also weil ich muss und nicht, weil der Kaffee so verdammt lecker ist…

Nun bin ich sucht-bedingt recht häufig in der Kaffeeküche und verfüge daher über enormes Wissen über jeden, der sich im Laufe des Tages ein Heißgetränk mit Koffeein zubereitet. Über die Jahre hat sich so in meinem Kopf eine Typologie herauskristalliesiert, die ich euch aufgrund ihrer Brillanz, Tragweite und Aussagekraft nicht vorenthalten möchten bzw. darf. Dass das alles vollkommen ernst gemeint ist, versteht sich von selbst.

Die Kaffeetrinker-Typologie

Der Kaffeejunkie
Der Kaffeejunkie ist süchtig nach Kaffee, trinkt also nicht nur wenn er wirklich Lust drauf hat sondern…aus Gründen! Er ist auf Koffeein sehr produktiv, bei Entzug oder zu geringem Koffeein-Spiegel jedoch apathisch bis unausstehlich. Der Junkie trinkt jede Kaffeespezialität „gerne“, Hauptsache, es gibt viel davon. Vorteil für die Bürogemeinschaft: Ist die Maschine kaputt, oder sind die Bohnen aufgebraucht, zeigt er ein hohes Maß an Initiative und bringt die Dinge wieder in Ordnung.
Der Trittbrettfahrer
Mag „eigentlich“ keinen Kaffee, trinkt nur bei Kunden-Terminen oder in Meetings um nicht komisch aufzufallen. „Gelegentlich mal ein Tässchen“, das war´s dann. Interessiert sich zwar durchaus für die versch. Zubereitungsarten und Tricks beim Kaffeekochen, kommt aber auch gut ohne sein „gelegentliches Tässchen“ aus. Dieses pragmatische Verhältnis zum Kaffee zeigt sich vor allem, wenn die Kaffeemaschine streikt oder Bohnennachschub besorgt werden soll: Der Trittbrettfahrer steigt dann nämlich einfach auf Hagebuttten-Tee um. Der musste eh weg und tut bei „dem“ Wetter so gut.
Der Barista
Hat zum Namenstag von seiner Mama ein Kaffeeseminar in einem niederfränkischen Kloster geschenkt bekommen und war da „jetzt grad‘ letztes Wochenende“. Lässt gerne alle an seinem frisch erworbenen Halb-Wissen teilhaben und bringt deswegen erstmal eine Feinwaage, seine neue Aeropress5 Kaffeetrinker-Typen die in jeder Kaffeeküche zu finden sind und natürlich guatemaltekischen Bio-Hochland-Kaffee (selbstverständlich mund-gepflückt und fuß-gemahlen von den letzten Berg-Indios des Landes) mit. Steigt dann meist nach spätestens zwei Wochen wieder auf Tchibo-Kaffee aus dem guten alten Automaten um.
Der Asket
Der Asket trinkt genau eine Tasse am Tag. Die „tut dafür aber richtig gut“. Die Askese manifestiert sich oft auch auf seinem Schreibtisch: Alles außer Laptop, Keyboard und Maus (selbstverständlich kabellos) „lenkt nur ab“. Dieser Typ Kaffeeetrinker kommt besonders häufig unter Programmierern vor. Zur Wahrheit gehört aber auch: Er kann sich nur deswegen „in den Tunnel coden“, weil er nach einer Tasse Kaffee auf eine Kiste Club Mate umsteigt.
Der Hippster
Auch „der Berliner“ genannt. Weiß, was man in Berlin so trinkt. Kümmert sich aber nicht darum, ob das auch wirklich schmeckt. Bereitet sich morgens erstmal einen leckeren Bulletproof Coffee zu und berichtet dabei davon, dass er sich „total auf das neue Buch von Franz Kaffka freut“. Führt dann noch ein kleines Streitgespräch mit dem Barista über die Ausbeutung guatemaltekischer Berg-Indios durch die großen Kaffee-Konzerne, klaut sich dann noch schnell eine Pulle Club Mate vom Asketen und verschwindet dann wieder nach Hause. Er hat nämlich nur eine Halbtagsstelle, damit auch seine eigenen Projekte nicht zu kurz kommen.

Erkennt ihr euch oder Kollegen wieder? Ich ordne mich wie gesagt ganz offen den Kaffeejunkies zu. Vorsicht jedoch bei der Pauschalisierung! Nicht nur die Trinkgewohnheiten und Verhaltensweisen in der Kaffeeküche sollten Teil einer Typologie sein. Auch die jeweils bevorzugt-konsumierte Kaffeespezialität spielt eine Rolle. Beide ist Bestandteil einer noch sehr jungen Wissenschaft: Der Kaffee-Psychologie. Eines ist jedenfalls gewiss: Kaffeekochen ist alles andere als trivial und verrät einiges über den Koch. Wählt eure Spezialität mit Bedacht und haltet die Augen offen nach diesen Kaffeetrinker-Typen.

5 Kaffeetrinker-Typen die in jeder Kaffeeküche zu finden sind
Kindheit in den 80ern, Jugendzeit in den 90s, Studium Anfang des Jahrtausends. Politikwissenschaftler, Quereinsteiger in´s Online Marketing. Spätberufener Blogger. Für mich ist der 286er kein Longdrink, Milli Vanilli keine Eissorte und der Millennium-Bug kein Science-Fiction-Film. Ich liebe Apps, die die Produktivität im Büro steigern und Arbeitsprozesse vereinfachen. Auf diesem Blog lasse ich euch regelmäßig in meine Toolbox schauen 😉

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