Breitensport Kneipensport – So wird euer Büro zum Trainingszentrum!

Breitensport Kneipensport – So wird euer Büro zum Trainingszentrum!
Breitensport Kneipensport: Nicht nur nach Feierabend in der Kneipe – auch im Büro ist Kickern ein gefragter Zeitvertreib. In immer mehr Unternehmen wird der Italiener um die Ecke mit dem Tischfußball in der Lobby getauscht. Mit positiven Folgen für die Performance in der After Hour.

Die Zeiten, in denen eine Plastik-Yucca-Palme, graue Polstermöbel und Beistelltische mit uninteressanten Branchenmagazinen à la „Der Logistiker“, „Gast & Freundschaft“ oder „FiBu-Konkret“ das Erscheinungsbild von Unternehmenslobbys und Büroräumen geprägt haben sind vieler Orts vorbei. Immer häufiger findet man dort nun Kicker, Billard und Co. – und das ist auch gut so! Wer nach Feierabend eine gute Figur beim Kneipensport machen will, muss schon in der Mittagspause seine Skills an Stangen, Stöcken und Pfeilen improven 😉

Kneipensport-Klassiker: Kickern, Billard, Darts

Ein Kicker gehört bei vielen Unternehmen mittlerweile zur Grundausstattung. Einen Platz für die kompakten Tische zu finden ist meist kein Problem und zumindest in Grundzügen beherrscht wohl jeder das Spielprinzip. Ein Billard-Tisch zählt da schon zu den etwas exotischeren Vertretern des Kneipensports im Arbeitsalltag. Das notwendige Vorwissen zieht merklich an (Einfallswinkel = Ausfallswinkel?) und auch die Frage nach dem Aufstellplatz stellt sich bei kleineren Büros schon eher.

Die letzte im Bunde der klassischen Kneipensport-Disziplinen ist Darts. Aktuell fristet die „Sportart“ in Kontinental-Europa zwar nur ein Schattendasein und ist daher sehr selten in Büros zu finden – aber Phil, „The Power“ Taylor ist auf dem Vormarsch, nicht nur auf Eurosport!

Das müsst ihr über Kicker & Co. wissen!

Wer Kneipen- und Bürosport erfolgreich kombinieren will, sieht sich mit einigen räumlichen und finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Trotzdem ist unsere Empfehlung eindeutig: Stellt euch schon im Büro breit in Sachen Kneipensport-Trainingsgeräte auf, dann könnt ihr am Abend in der Bar Spitzenleistungen bringen.

Darüber hinaus haben amerikanische Forscher in einer repräsentativen Studie herausgefunden, dass sich Spaß im Büro tatsächlich positiv auf das Arbeitsklima du die Produktivität auswirkt. Wir stellen euch daher in diesem Artikel die beliebtesten Spielgeräte für Büro und Kneipe vor!

SportartSpielerPlatzbedarfHerstellerKosten
Kicker2-42,7 x 2 m (5,4 m²)Leonhart / UllrichLeonhart ab 800 € / Ullrich ab 300 €
Billard2 (Pool)4,5 x 5,3 m (ca. 24 m²)Brunswick / Cyber / OlioBrunswick ab 2.000 € / Cyber ab 1.300 € / Olio ab 2.800 € (zzgl. ca. 100 € f. zwei Queues, Kugeln u. Kreide)
Dartsbeliebig viele2,37 m Abstand zur ScheibeDarTona / Carromcoelektronische Turnier-Dartscheibe ab ca. 100 € / Profi-Dartautomat ca. 3.000 €

Darauf solltet ihr beim Kicker-Kauf achten!

Bei Kickertischen kommt es vor allem auf das Gewicht an. Ist euer Tisch zu leicht geht ihr beim Kickern auf Wanderschaft und die Ballkontrolle fällt deutlich schwerer. Kneipenkicker wiegen gerne sogar mal 100 kg. Die Belastungen durch Betrunkene Möchtegern-Weltmeister und Pin-Shot-Poser sind aber auch nicht mit denen in eurem Büro zu vergleichen. Alles ab 70 kg ist im grünen Bereich.

Bei den Spielstangen solltet ihr hingegen auf ein geringes Gewicht Wert legen. Prinzipiell gibt es hier zwei Varianten: Vollmaterial-Stangen sind aus massivem Metall, entsprechend schwergängig ist die Beweglichkeit eurer Kickerfiguren. Für schnelles und technisch anspruchsvolles Kickern solltet ihr daher auf Rohrstangen setzen. Diese sind innen hohl und dadurch viel dynamischer im Handling. Den letzten „Kick“ geben Profis den Stangen dann mit einer Möbelpolitur.

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Der Deutsche Tischfussball Bund e.V. ist der Dachverband der deutschen Kickerszene. Er organisiert den Spielbetrieb in allen deutschen Ligen (1. & 2. Bundesliga) sowie den der Damen- und Herren-Nationalteams.

Darüber hinaus sollte euer Kicker unbedingt horizontale Standbeine haben. Angewinkelte Beine sind schlecht für die Stabilität des Kickers. Bei professionellen Tischkickern sind die Spielfiguren aus Hartplastik gefertigt. Diese Variante ist wesentlich Beständiger als die beliebten Holzfiguren, die eher was für die Nostalgiker unter euch sind.

Bei den Griffen ist Latex das Material der Wahl. Reine Plastikgriffe werden bei längeren und hitzigen Partien schnell glitschig und ihr verliert komplett die Kontrolle über eure Moves und Schüsse. Die leicht angeraute Latexoberfläche hingegen sorgt für guten Halt und auch mit schwitzigen Händen behaltet ihr dauerhaft ein tolles Ballgefühl.

Wenn ihr euch jetzt noch Kickerhandschuhe zulegt, spricht nichts mehr gegen Pin-Shot, Affenhand & Co.. Um Diskussionen zu vermeiden und auch in der Kneipe mit Regelfestigkeit zu glänzen solltet ihr euch das offizielle Regelwerk des Deutschen Tischfussballbundes ansehen.

Worauf kommt es bei Billardtischen an?

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Die Deutsche Billard Union besteht seit 1992 und ist der Dachverband für Billardsport im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)

Poolbillard ist vor allem beim Platzbedarf sehr anspruchsvoll. Knapp 25 m² sollten es schon sein und noch mehr als beim Tischkicker gilt: Lieber einmal einen Tisch für 3.000 € kaufen, als jedes Jahr einen neuen Billardtisch für 1.000 €. Wer auf eine Schieferplatte und edles Tuch setzt wird lange Freude am Gentleman unter den Kneipensportarten haben. Zwei Queues, ein Billardkugel-Set (1 x weiß + 16 Pool-Kugeln) und Kreide bekommt ihr für ca. 100 €.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist zudem die Qualität der Bande. Die Beschaffenheit der Spielfeldumrandung bestimmt maßgeblich, wie die Billardkugeln abprallen und das ist bekanntlich ein wesentliches Spielelement 😉 Die Bande sollte möglichst massiv sein und nicht nur aus billigem Press-Spahn bestehen, dann klappt´s auch mit den Trick-Shots!

Wem „14.1 endlos“, „Break“ oder „Aufnahme“ nichts sagt kann bei der DBU die offiziellen Pool-Billard-Regeln nachlesen.

Dartscheibe? Am besten elektronisch!

Darts ist wohl die unkomplizierteste Kneipen- bzw. Bürosportart, denn wenn ihr auf eine elektronische Dartscheibe werft müsst ihr noch nichtmal wirklich die Regeln kennen. Die Scheiben enthalten meist Programme für die gängigsten Spielvarianten und zählen automatisch die Punkte. Auch Platz wird kaum benötigt. Die Scheibe selbst kommt einfach an die Wand, die Oche (Linie, von der aus geworfen wird) muss mindestens 2,37 m entfernt sein.

Stellt dann einfach noch ein paar Bierbänke in die Lobby, animiert eure Kollegen zu lautstarker Unterstützung, hängt euch ein Goldkettchen um den Hals und lasst die Brusthaare wachsen. Wenn ihr euch jetzt noch ein paar Tattoos (am besten selbst gestochen) zulegt, macht ihr in diesem Sport einen professionellen Eindruck!

Kneipensport erfordert Ausdauer!

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Klassiker des Kneipensports: Gute Trainingsgeräte kosten gutes Geld, doch die Investition lohnt sich. Ein guter Kicker- oder Billardtisch hält dann oft ein (Arbeits-) Leben lang!

Also bitte: Ran an die Stangen, lasst die Kugeln rollen und zeigt der Dartscheibe, wo der Bulle die Augen hat. Vergesst nur bitte beim nächsten Feierabend-Bierchen nicht ganz eure sportlichen Ansprüche. Kneipensport ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf. In der Party-Location eures Vetrauens enthalten die meisten isotonischen Getränke auch Alkohol und eine Kicker-Partie dauert (manchmal eben auch) 90 Minuten.

Ihr trefft das Bulls Eye bei leckerem Latte Macchiato noch regelmäßig? Unterschätzt die Wirkung der Happy Hour nicht! Außerdem fällt auch die Berechnung des Ausfallswinkels bei bekanntem Einfallswinkel um 1:30 Uhr schwerer als mittags um 12.

Ganz egal, wie ihr euch in Zukunft im Büro die Zeit vertreibt – es gilt trotz allem Training natürlich auch beim Kneipensport weiterhin das alte Motto (erfolgloser) Olympioniken: „Dabei sein ist alles.“ Oder frei nach Andy Möller: „Büro oder Kneipe? Hauptsache Spaß!“

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Kindheit in den 80ern, Jugendzeit in den 90s, Studium Anfang des Jahrtausends. Politikwissenschaftler, Quereinsteiger in´s Online Marketing. Spätberufener Blogger. Für mich ist der 286er kein Longdrink, Milli Vanilli keine Eissorte und der Millennium-Bug kein Science-Fiction-Film. Ich liebe Apps, die die Produktivität im Büro steigern und Arbeitsprozesse vereinfachen. Auf diesem Blog lasse ich euch regelmäßig in meine Toolbox schauen 😉

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