Fitness Tracker für den Feierabend-Sport

Fitness Tracker für den Feierabend-Sport

Self-Tracking ist ein großer Trend. Das Wissen auch die Hersteller von Fitness Tracking Armbändern. Das Unvermeidliche: Es gibt eine Vielzahl an Gadgets für das Handgelenk, die Aufgaben wie Pulsmessung, Schrittzählung oder Schlafphasen-Aufzeichnung automatisch übernehmen. Wir haben eines der günstigeren Geräte, den COOSA Fitness Tracker inkl. Herzfrequenzmesser, für euch getestet.

Fitness Tracker Test: der COOSA Aktivitätstracker

Der Fitness Tracker von COOSA ist eines der günstigsten Geräte mit integriertem Pulsmesser am Markt. Für rund 30 € verspricht der Hersteller ein recht umfangreiches Set an Features. Die obligatorische App für die beiden großen mobilen Betriebssysteme ist ebenso dabei wie Benachrichtigungen bei Anrufen oder Whatsapp-Nachrichten direkt auf dem Display des Fitnessarmbands:

  • „VeryFit 2.0“ App für iOS und Android
  • Datensynchronisation via Bluetooth
  • Pulsmesser
  • Schrittzähler & Entfernungsmesser
  • Uhr & Wecker
  • Facebook- und Whatsapp-Nachrichten-Alarm
  • Anruf-Alarm inkl. ID des Anrufers
  • Schlaf-Monitor
  • Kalorienverbrauchszähler
  • spritzwasser-resitentes Material & Gehäuse

Das liest sich erstmal sehr gut…es soll aber schon vorgekommen sein, dass sich Produktbeschreibungen im Nachhinein als „übertrieben“ herausgestellt haben. Daher riskieren wir einen genaueren Blick in unserem Fitness Tracker Test: Ist der Kleine wirklich die eierlegende Woll-Milch-Sau für preisbewusste Self-Tracker?

Guter Ersteindruck – solide Präsentation

Fitness Tracker für den Feierabend-Sport

Der COOSA Aktivitätstracker ist Made in China – das sorgt aber nicht für einen Fehlstart in unserem Review. Die Verpackung macht einen ordentlichen Eindruck und das Fitness Armband riecht nicht nach Spätschicht bei BASF 😉 COOSA bietet hier beim Unpacking zwar keine besonderen Überraschungen oder liebevoll durchdachte Extras, das ist aber auch in dem Preis-Segment nicht zu erwarten. Klar, in Sachen Produkt-Präsentation hat die deutlich teurere Konkurrenz, z.B. mit dem Fitbit Charge/HR, die Nase vorn! Trotzdem fühlt sich der Fitness Tracker von COOSA hochwertig an. Das Armband mit dem Verschluss und die Tracker-Einheit inkl. Display bieten ein insgesamt positives Look & Feel.

Das wird geliefert – und so wird´s bedient!

Erste wirkliche Schwächen zeigt das Fitness Armband bei der Ausstattung. Das „Handbuch“ ist eher ein schlichter Zettel mit sehr kurzen und kreativ übersetzten Bedienungsempfehlungen. Neben dem Tracker Armband selbst liegt der Verpackung noch ein Ladekabel für einen USB-Anschluss bei. Der Anschluss am Gerät erfolgt dabei nicht per Mini-USB-Buchse sondern über eine spezielle Eigenkonstruktion von COOSA. Der Vorteil: Der Anschluss ist unauffälliger und schmaler als der bekannte Mini-USB-Standard. Der Nachteil: Verliert ihr das Ladekabel oder geht es kaputt hat sich´s ausgezählt.

Fitness Tracker für den Feierabend-Sport
Zum Glück ist der COOSA Fitness Tracker spritzwasserdicht! Auch beim nächsten Mud-Run könnt ihr euch also selbst ordentlich durch-messen 😉

Hat man den COOSA Aktivitätstracker erstmal angelegt, sitzt das Armband gut und fest am Handgelenk – auch während des Sports. Der Weg dorthin ist aber schwierig: Entweder sind wir Grob-Motoriker, oder der Verschluss lässt sich tatsächlich etwas friemelig öffnen und schließen. Die Wahrheit liegt wohl dazwischen 😛 Die Menüführung ist dagegen gut gelungen. Über einen kleinen Button an der Seite schaltet ihr zwischen den Anzeige-Modi „Puls“, „Schritte“, „Entfernung“ und „Uhrzeit“ durch. Lediglich beim Joggen ist dieser seitlich angebrachte Knopf etwas zu klein, um als komfortabel zu durchzugehen (Ok, wir sind Grob-Motoriker!).

Kleines Schmankerl: Das Geräte besitzt einen Sensor, der die Stellung bzw. den Neigungswinkel eures Handgelenks erkennt. Schaut ihr also wie bei einer Armbanduhr auf das Display, erkennt der Fitness Tracker diese Bewegung und schaltet das Display automatisch an! Das funktionierte im Test erstaunlich gut!

Self-Tracking mit Smart-Watch-Features

Doch was nützt die komfortabelste Handhabung, wenn das Armband nicht das macht, wofür ihr es gekauft habt, nämlich eure täglichen Bewegungs- und Lebensdaten aufzeichnen! Um es nicht zu spannend zu machen: Das Fitness Armband von COOSA erledigt seine Kernaufgaben sehr ordentlich – wenn auch mit kleinen Schwächen.

Fitness Tracker für den Feierabend-Sport
Macht einen schlanken Arm, das Teil! Falls wir´s im Test-Bericht vergessen haben zu erwähnen: Die Uhrzeit kann der Fitness Tracker auch anzeigen. Und das sogar sehr genau. Haben wir mehrfach überprüft.

Der Schrittzähler (Falls ihr mal bei „Wer wird Millionär seid: Den nennt man auch „Pedometer“.) funktioniert mit einer Abweichung von 2-3 % wirklich sehr gut. Trotzdem taugt der Entfernungsmesser nichts, denn die Schrittlänge lässt sich nicht individuell einstellen. Marktführer Fitbit bietet hier die Möglichkeit, die Schrittlänge beim Gehen und beim Laufen gesondert über die App einzurichten. Kleiner Punktabzug also für den COOSA Tracker, speziell wenn ihr für den nächsten Business-Run trainieren wollt 🙂

An der Akku-Laufzeit und der Auflade-Zeit gibt es jedoch nichts zu bemängeln! Der Akku hielt im Dauerbetrieb knapp 12 Tage durch und war in gut 4 Stunden voll aufgeladen. Das geht schlechter und ist definitiv ausreichend für ausgiebiges und durchgängiges Tracking euerer Bewegungsdaten. Zur Zuverlässigkeit des Pulsmessers können wir mangels medizinischer Kenntnisse (und mangelnder Vergleichswerte) nicht viel sagen, außer: Er zeichnete kontinuierlich einen Wert auf. Zumindest quantitativ funktioniert also das Monitoring eurer Herzfrequenz.

Smartphone-App, Synchronisation und Push-Nachrichten

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VeryFit 2.0 – die App für iOS und Android

Die App „Veryfit 2.0“ ist übersichtlich aufgebaut. Die Synchronisation von Armband und Smartphone via Bluetooth funktioniert gut. Ihr könnt dabei die Daten nach Tagen analysieren und euch z.B. eine Übersicht eurer Schlafphasen pro Nacht, oder der Schlaf- und Tiefschlafphasen im Zeitverlauf anzeigen lassen. Auch eure Einschlaf- und Aufwach-Zeiten werden übrigens sehr genau aufgezeichnet. Neben den Fitness- und Life-Tracking-Features bietet der Aktivitätstracker auch ein paar nette Smart-Watch-Funktionen: Habt ihr eine neue Nachricht über Whatsapp oder Facebook bekommen, gibt es eine Notification direkt auf dem Display des Trackers. Gleiches funktioniert mit Anrufen, die inkl. der Anrufer-ID angezeigt werden. Ein paar ganz nette Extras, die zusammen mit dem günstigen Preis den Kauf des COOSA Aktivitätstrackers zu einer runden Sache machen!

COOSA Aktivitätstracker: Gutes Fitness Tracking Armband mit kleinen Mängeln!
Fitness Tracker für den Feierabend-Sport

Produkt: COOSA Aktivitätstracker mit Pulsmesser

Beschreibung: Fitness Tracker Armband für den kleinen Geldbeutel mit Pulsmesser, Schrittzähler und App für iOS und Android. Das Armband ist spritzwasser-dicht und bietet zusätzliche Smart-Watch-Features wie Nachrichten- und Anruf-Alarme.

Preis: ca. 30 €

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  • Verpackung
  • Verarbeitung
  • Ausstattung
  • Technik
  • Usability
  • Style-Faktor
  • Nerd-Faktor
  • Preis-Leistung

Fazit

30 € für einen Fitness Tracker mit Pulsmesser ist günstig - aber der COOSA Aktivitätstracker mach keinen billigen Eindruck! Die Verarbeitung ist insgesamt gut, das Armband fühlt sich wertig an und der Kunststoff stinkt nicht. Abzüge gibt es bei der Ausstattung: Leider gibt es nur ein (Achtung, Klischee!) typisches China-Manual und ein Ladekabel für den Tracker, was für den Preis aber noch ausreichend ist. Richtig überzeugt hat uns die Technik: Schrittzähler und Schlafmonitor funktionieren zuverlässig, der Akku läuft bis zu zwei Wochen. Und das ist schließlich das worauf es ankommt...und auf den hohen Nerd-Faktor dieses netten Fitness-Gadgets natürlich 🙂 Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in diesem Fall - ihr könnt bedenkenlos zugreifen!Fitness Tracker für den Feierabend-Sport

4.0

Alternativen zu unserem Test-Produkt:

Dieses Produkt haben wir uns selbst gekauft und völlig unabhängig vom Hersteller getestet. Wenn du genaueres über unsere Test-Richtlinien wissen willst, kannst du dich hier schlau machen.

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Kindheit in den 80ern, Jugendzeit in den 90s, Studium Anfang des Jahrtausends. Politikwissenschaftler, Quereinsteiger in´s Online Marketing. Spätberufener Blogger. Für mich ist der 286er kein Longdrink, Milli Vanilli keine Eissorte und der Millennium-Bug kein Science-Fiction-Film. Ich liebe Apps, die die Produktivität im Büro steigern und Arbeitsprozesse vereinfachen. Auf diesem Blog lasse ich euch regelmäßig in meine Toolbox schauen 😉

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