Der büronerds-Hackintosh – Mit dieser Hardware gelingt euer Hack!

Dieser Artikel ist der 2. Teil der büronerds Hackintosh-Serie. Die komplette Serie findest du in unserem Hackintosh-Ratgeber.

Der büronerds-Hackintosh - Mit dieser Hardware gelingt euer Hack!

Bei jedem selbst zusammengestellten PC ist die Auswahl und das Zusammenspiel der einzelnen Hardware-Komponenten besonders wichtig. Das gilt umso mehr für einen Hackintosh, denn nicht jede Komponente harmoniert gleichermaßen mit OSX. In Teil zwei unserer Hackintosh-Serie erfahrt ihr deshalb, mit welcher Hardware euer Hackintosh problemlos laufen sollte: Wir präsentieren euch den büronerds-Hackintosh!

Habt ihr euch schon mit den rechtlichen Fragen rund um das Thema Hackintosh beschäftigt? Falls nicht, solltet ihr euch vor dem Weiterlesen den ersten Teil unserer Hackintosh-Serie zu Gemüte führen: Hackintosh? Klingt cool, aber auch irgendwie illegal…

Hardware-Empfehlung für euren Hackintosh

Für einen Hackintosh kann nicht jede beliebige Hardware verwendet werden. OSX ist sehr wählerisch bei Motherboard, CPU, Grafikkarte und Co.. Grundsätzlich gilt: Sucht euch Hardware-Komponenten von Herstellern aus, die nicht nur Platinen und CPUs für Windows-PCs zusammenlöten, sondern auch bereits Apple mit Einzelteilen für Macbook oder iMac versorgt haben.

Im Wesentlichen sind das große Hersteller wie z.B. Gigabyte, Intel oder Broadcom (WLAN-Bluetooth-Module). Mit der aktuellen Zulieferer-Liste von Apple könnt ihr euch einen guten Überblick verschaffen. Verwendet ihr Hardware-Komponenten von Herstellern auf dieser Liste, habt ihr eine gute Chance, dass die verbaute Hardware (relativ) gut mit OSX harmoniert.

Besonders wichtig: Motherboard, CPU und Grafikkarte

Besonderes Augenmerk solltet ihr auf das Motherboard, die CPU und – falls gewünscht – die Grafikkarte legen, denn dies sind die Herzstücke jedes selbst-zusammengeschraubten PCs. Das gilt natürlich insbesondere für euren „Häcki“. Setzt ihr hier auf die falsche Hardware, kann das die Installation von OSX schwierig bzw. sogar unmöglich machen.

Motherboard

Wir empfehlen ein Board von Gigabyte zu verwenden. Gigabyte-Boards kommen und kamen in vielen Macbook- und iMac-Modellen zum Einsatz. Die Installation von OSX ist entsprechend problemlos. Auch möglich, aber mit Einschränkungen: Asrock und Asus. Beim Chipsatz empfehlen wir für maximale Kompatibilität Intel: Mit Haswell oder Braodwell habt ihr (fast) keine Probleme. Die neueren Skylake-Chips laufen auch, nur mit etwas mehr Fummelei.

Die büronerds-Produktempfehlungen:

CPU

Verwendet am besten eine Intel-CPU, natürlich passend zu eurem Motherboard-Chipsatz und Sockel. Für den „Otto-Normal-Anwender“ reicht eine CPU mit integrierter Grafik-Einheit ab Intel HD4600. Dual-Core sollte es mindestens sein und ob ihr die Performance eines Quad-Cores braucht, hängt von euren Einsatzplänen für den Hackintosh ab (Home Office, Multimedia, Gaming?).

Die büronerds-Produktempfehlungen:

Grafikkarte
Wollt ihr aufwändige Bildbearbeitungsprogramme beschleunigen oder das eine oder andere Spiel spielen, stößt die iGPU („integrated Graphics Procession Unit“) der CPU schnell an ihre Grenzen. Ob ihr dann bei einer zusätzlichen Grafikkarte auf Nvidia- oder AMD-Chips setzt, ist in Bezug auf euer Hackintosh-Projekt fast egal: Nvidia-Karten brauchen den speziellen Webdriver für OSX, AMD-Karten laufen häufig problemlos OOB („Out of the Box“). Ein paar nähere Infos zur Auswahl und Installation einer Grafikkarte für den Hackintosh findet ihr auch in unserem Hackintosh-Ratgeber.

Die büronerds-Produktempfehlungen:

Der büronerds-Hackintosh

Ein gelingsicherer Hackintosh ist ein Traum. Aber wesentlich realer, als ihr denkt. Klar ist: OSX auf einem PC-System zu installieren ist nicht so einfach und komfortabel wie die Installation von Windows. Wenn man aber auf die richtigen Pferde bzw. Hardware setzt, stehen die Chancen auf eine frust- und fehlerfreie Installation „ganz gut“ (…mehr Optimismus geht an der Stelle echt nicht 😉 ).

Damit ihr möglichst reibungslos durch den Installationsprozess kommt, haben wir für euch gelesen, getestet, geschraubt und installiert. Dann wieder auseinandergeschraubt, nochmal gelesen, Hardware ausgetauscht, zusammengeschraubt, neu-installiert, usw.. Das Ergebnis: Der büronerds-Hackintosh! Verwendet ihr die hier aufgelistete Hardware, steht einer erfolgreichen Installation nichts mehr im Weg!

Die Hardware-Komponenten des büronerds-Hackintosh

Der büronerds-Hackintosh sollte schick, leise, strom-sparend, leistungsstark und kompakt sein. Herausgekommen ist eine Konfiguration auf Basis von Intels Sockel 1150 und Z97-Chipsatz. Die CPU sollte eine maximale Leistungsaufnahme von 65 Watt haben, um die Kühlung möglichst leise zu halten. Als Formfaktor haben wir mini-ITX gewählt.

KomponenteHerstellerModellPreis
MotherboardGigabyteGA-Z97N Gaming 5 (mini-ITX)ab ca. 150 €
CPUIntelCore i5-4590 S (Quad-Core)ab ca. 220 €
CPU-KühlerNoctuaNH-L9iab ca. 40 €
GrafikkarteGigabyteGV-N960IXOC-2GDab ca. 190 €
RAMCorsairBallistix Sport 16GB Kit – DDR3 1600ab ca. 65 €
Festplatte (SSD)Samsung500 GB EVO 850-Serieab ca. 150 €
NetzteilBe quiet!BN141 350Wab ca. 50 €
GehäuseLian-LiPC-Q01 (Silber)ab ca. 70 €
TastaturAppleMB110D/Bab ca. 65 €
MausAppleMagic Mouse 1ab ca. 90 €
Gesamtca. 1.090 €

Das ist der büronerds-Hackintosh

Der büronerds-Hackintosh - Mit dieser Hardware gelingt euer Hack!
Hässlich ist anders: Dank hochwertiger Komponenten macht der büronerds-Hackintosh auch optisch was her. Dank dieser ist er aber auch leider nicht ganz billig.

1.090 € ist nicht billig, dafür habt ihr aber einen sehr leistungsstarken Hackintosh. Zudem ist der hier vorgestellte Bastel-Mac im Desktop-Betrieb praktisch nicht zu hören und bietet mit der GTX 960 genug Leistungsreserven für den gelegentlichen „Zock“. Der Stromverbrauch ist dank der geringen Leistungsaufnahme des Core i5 4590 S erfreulich gering und durch das Lian-Li-Aluminium-Case muss sich der büronerds-Hackintosh auch optisch nicht vor seinen originalen Verwandten verstecken. Mission accomplished 😉

Ihr könnt aber bei allen Komponenten noch sparen – sowohl nach oben, als auch nach unten ist bei den büronerds-Hackintosh-Einzelteilen noch viel Luft. Leistungstechnisch liegt ihr mit dieser Konfiguration definitiv auf Augenhöhe mit einem etwas stärkeren iMac. Ein vergleichbares Apple-Modell liegt zur Zeit bei 1.699 €, dafür aber inkl. Retina-Display.

Das größte Einsparpotenzial liegt im Verzicht auf eine „richtige“ Grafikkarte: Die verbaute Intel-CPU verfügt über eine iGPU, die Intel HD4600. Diese ist für sämtliche Home-Office- und Multimedia-Anwendungen ausreichend. Auch Bildbearbeitung mit GIMP oder Photoshop ist mit der integrierten Grafik-Lösung des Core i5 4590 S problemlos möglich.

Verzichtet ihr zudem auf eine SSD und setzt als Festplatte auf eine HDD, könnt ihr nochmal rund 100 € einsparen. Die Leistungseinbußen sind jeweils zu verkraften bzw. kaum zu spüren (außer beim Booten über eine HDD).

Beim büronerds-Hackintosh bleibt der große Vorteil gegenüber dem Original-iMac natürlich die Auf- und Nachrüstbarkeit: In Abständen von 2-3 Jahren könnt ihr nach Bedarf CPU, Grafikkarte, RAM oder Festplatte upgraden. Habt ihr also einmal, mit einer relativ hohen initialen Investition, die Basis für einen Hackintosh geschaffen, könnt ihr mit relativ geringen Folgeinvestitionen über Jahre technisch auf der Höhe des Geschehens bleiben.

Hack the Mac: Einen Mac kaufen kann schließlich jeder!

Der büronerds-Hackintosh - Mit dieser Hardware gelingt euer Hack!
No pain, no gain! Wenn euch dieses Bild gar nichts sagt oder sogar abschreckt, ist ein Hackintosh wohl nichts für euch. Ihr müsst wirklich Lust auf Hardware-Bastelei haben!

Einen Hackintosh zusammenzuschrauben ist definitiv mit viel Frust und Trial-and-Error verbunden. Man muss Spaß an Technik-Basteleien haben, ansonsten ist der Weg zu einem stabilen OSX mit allen Features zu lang und steinig.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis in nahezu allen Hardware-Konfigutarionen ist zwar beim Hackintosh besser als bei iMac & Co., billig ist aber auch ein selbst gebastelter Mac nicht. Hier bestimmen letztlich eure Ambitionen den Preis – ähnlich wie bei den Original-Macs von Apple. Dass ihr euren Häcki aber im Gegensatz zum iMac oder Mac Pro über Jahre auf- und nachrüsten könnt, relativiert die hohe initiale Investition deutlich.

Im letzten Teil unserer Hackintosh-Serie geht es dann ans Eingemachte: Wir verraten euch, wie ihr die Installation von OSX perfekt vorbereitet und durchführt!

Der büronerds-Hackintosh - Mit dieser Hardware gelingt euer Hack!
Kindheit in den 80ern, Jugendzeit in den 90s, Studium Anfang des Jahrtausends. Politikwissenschaftler, Quereinsteiger in´s Online Marketing. Spätberufener Blogger. Für mich ist der 286er kein Longdrink, Milli Vanilli keine Eissorte und der Millennium-Bug kein Science-Fiction-Film. Ich liebe Apps, die die Produktivität im Büro steigern und Arbeitsprozesse vereinfachen. Auf diesem Blog lasse ich euch regelmäßig in meine Toolbox schauen 😉

4 Kommentare

  1. Auch wenn ich hier schon etwas vorgreife. Aber läuft das System dann genauso zuverlässig und sicher wie ein originaler Mac? Ansonsten klasse Post, der Lust auf mehr macht.

  2. Genauso zuverlässig? Ja! Aber man muss bei OSX-Updates etwas aufpassen, da kann schon mal was „kaputt“ gehen. Auch muss man Peripherie-Geräte (Maus, Tastatur, Webcam, etc…) mit bedacht auswählen. Wenn man aber einmal eine OSX-Version inkl. aller Geräte ans Laufen gebracht hat, funktionieren sämtliche Apple-Dienste und OSX-Features wie beim „richtigen“ Mac.

  3. Ok. Vielen Dank für das Feedback. Finde das Thema interessant, habe mich aber bisher zuwenig damit Beschäftigt. Vielleicht bastel ich mir meinen nächsten großen Mac selbst zusammen. Bin gespannt auf den nächsten Teil.

    P.s.: Würde dich gerne mit diesen Projekt in einen der nächsten Posts bei uns erwähnen, wenn das OK ist.

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